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Multimedia-Streaming in Benutzergruppen

Autor/en :Kahmann, Verena
Erster Prüfer :Prof. Dr. Haux, Reinhold
Institut / Verlag :Institut für Betriebssystem und Rechnerverbund
Fakultät :01 - Mathematik und Informatik
Datum :22.07.2008
 
Dokumente :
Document_00023466
 
Umfang :260 S.
Sprache :englisch
Kurzfassung :Mit Hilfe der IP-Technologie erbrachte Multimedia-Dienste wie IPTV oder Video-on-Demand sind zur Zeit ein gefragtes Thema. Technisch werden solche Dienste unter dem Begriff "Streaming" eingeordnet. Ein Server sendet Mediendaten kontinuierlich an Empfänger, welche die Daten sofort weiterverarbeiten und anzeigen. Über einen Rückkanal hat der Kunde die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Wiedergabe. Eine Weiterentwicklung dieser Streaming-Dienste ist die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen denselben Film auf mehreren Geräten anzusehen. Ähnliche Ansätze gibt es im Internet bereits durch IP-Multicast. Allerdings können Benutzer hierbei keinen Einfluss auf die Übertragung nehmen - das Überspringen von Teilen ist zum Beispiel nicht möglich. Andere Benutzer können nicht direkt zur Streaming-Sitzung eingeladen werden. Collaborative Streaming ohne solche Einschränkungen bietet die in dieser Arbeit entwickelte costream-Architektur: Sie erlaubt es, andere zum gemeinsamen Betrachten eines Filmes einzuladen oder sich selbst in eine Benutzergruppe einzuklinken. Abhängig vom gewünschten Ablauf der Sitzung wird die Steuerung für alle Teilnehmer durchgeführt oder die Gruppe aufgeteilt. Eine Gruppenverwaltung regelt dies mit Hilfe von Rollenzuweisungen. Davon getrennt sorgt eine weitere Komponente für die Steuerung der Streaming-Sitzungen und die Synchronisation zwischen Teilnehmern. Diese Aufteilung hat den Vorteil, dass von der IETF entwickelte Standardprotokolle eingesetzt werden können. Für die Gruppenverwaltung sind SIP-Konferenzsysteme geeignet, während für die Sitzungssteuerung ein RTSP-Zwischensystem benutzt wurde. Die Evaluierung dieser Architektur zeigt schließlich, dass ein solcher Dienst nicht nur geringe Wartezeiten aufweist, sondern eine akzeptable Synchronisation der Datenströme auf die verschiedenen Ausgabegeräte der Benutzer erreicht wird. Zudem ist der Zusatzaufwand verglichen mit üblichen Konferenz- oder Streaming-Systemen sehr gering.
Sachgebiet :004 Datenverarbeitung; Informatik
Typ :Dissertation
Format :Text/Dokument
 
URN:NBN :urn:nbn:de:gbv:084-21363
Zitierfähige URL :http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00023466