Objekt-Metadaten
Exergiebasierte Analyse städtischer Systeme

Autor/en :Baldi, Marta Giulia
Erster Prüfer :Prof. Krafczyk, Manfred
Institut / Verlag :Institut für rechnergestützte Modellierung im Bauingenieurwesen (IRMB)
Fakultät :03 - Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften
Datum :12.11.2015
 
Dokumente :
Document_00064094
 
Umfang :169 S.
Sprache :englisch
Kurzfassung :Im Hinblick auf die Auswirkung von Städten auf die Umgebung stehen im Mittelpunkt des internationalen Interesses, sowohl in der Forschung als auch in den Medien, die Reduzierung des Energiebedarfs von Gebäuden sowie die Optimierung der menschlichen Mobilität. Einerseits sind durch die Nutzung von Mobiltelefonen und intelligenten Netzen zunehmend Daten zur Mobilität verfügbar, und auf der Grundlage dieser Daten können Modelle, die auf der Theorie komplexer Netzwerke basieren, die menschliche Mobilität vorhersagen und optimieren. Andererseits ist der verfügbare Datenumfang zu Energie und Umweltbeeinflussung eines Gebäudes geringer. Ermittelt werden können diese Daten durch eine stichprobenartige Analyse einzelner Gebäude mithilfe kommerzieller Software oder durch eine statistische Bewertungsmethode. Traditionell wird nur eine Energiebilanz (Erster Hauptsatz der Thermodynamik) zur Planung von Gebäuden und städtischen Quartieren durchgeführt. Angestrebt werden dabei ein geringer ökologischer Fußabdruck, eine "grüne" Auslegung, Nachhaltigkeit, die Nutzung erneuerbarer Energien usw. Zur thermodynamischen Analyse von Systemen (industrielle …kologie, ökologische und energetische …konomie, ingenieursmäßiger Auslegungsprozess, etc.) wird der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik genutzt, denn bei der Umwandlung von Energie in eine andere Form verringert sich deren Qualität und sie verliert an Wert. Das in dieser Thesis entwickelte Modell vereinigt beide Herangehensweisen und sowohl der Erste als auch der Zweite Hauptsatz werden angewendet. Das Modell, ein Black-Box-Ansatz, nutzt flexibel die verfügbaren Energie- und Materialdaten in einem städtischen Raum und beschreibt unmittelbar und umfassend die durch die Energienutzung verursachte Umwelteinwirkung. Die Ergebnisse zeigen, dass, obwohl in einem städtischen System nur Energie niedriger Qualität benötigt wird, tatsächlich Energie hoher Qualität genutzt wird. Dies führt zu einer erheblichen Energieentwertung bzw. einem Exergieverlust. Die Ergebnisse zeigen, dass das städtische System die Qualität der Energie vernichtet. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Notwendigkeit eines rationellen Energieeinsatzes ermöglicht das Aufkommen von Datenanalysen im großen Stil eine effiziente Methode zur Reduzierung der Beeinträchtigung von Umweltressourcen. Das Modell ist nützlich, um mit Hilfe des Informationssystems "Stadt" die Energienutzung eines städtischen Systems zu regeln und zu optimieren.
Sachgebiet :624 Bauingenieurwesen, Ingenieurbauten
006 Spezielle Methoden der Informatik
Typ :Dissertation
Format :Text/Dokument
 
URN:NBN :urn:nbn:de:gbv:084-16121212264
Zitierfähige URL :http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00064094